ABOUT BLANK | Das AUX-MUC-Battle. Ich habe mich mit einer Münchnerin angelegt
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Das AUX-MUC-Battle. Ich habe mich mit einer Münchnerin angelegt

Augsburger finden Münchner versnobbt und arrogant. Münchner denken, wir Augsburger sind Bauern, die den ganzen Tag Kleingeld zählen. Jo mei isch halt so, Vorurteile gibt es en masse! Ich als gebürtige Augschburgerin habe mich zu einem Duell mit einer echten Münchnerin begeben. Ich habe Anna mit den Vorurteilen ihrer Stadt konfrontiert und habe auch ganz schön einstecken müssen. Hier ein kleiner Ausschnitt.

#01 Ihr seht doch alle gleich aus in euren sündhaft teuren Woolrich-Pakern.

Anna: Dafür haben wir es warm und kuschlig. Nein mal ehrlich: Ich selbst würde niemals einen tragen. Du weißt schon, die Sache mit dem Pelz.

Nina: Gut so. Echter Pelz. Kommt bei vielen jungen Augsburgern nicht sonderlich gut an. Der Trend geht im Allgemeinen in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Pluspunkt für Augsburg, ätsch!

#02 Ganz schön blöd, wenn man mindestens 600 Euro für ein WG-Zimmer hinblättern muss, oder?

Anna: Wohne in Nymphenburg auf 16 Quadratmetern, zahle 430 Euro warm. Wie viel blättert man eigentlich pro Monat für die Zugfahrten nach München hin, weil in Augsburg nie was geht?

Nina: Der war nicht schlecht. Aber hast du schon mal was von diesem geilen Blog ABOUT BLANK gehört? Da kannst du mal nachlesen, was für coole Sachen in Augsburg so gehen.

Anna: Schleichwerbung.

#03 Samstag in der Stadt zu shoppen ist doch super ätzend. Ständig Menschenmassen, die einem den Weg versperren. Oder findest nicht?

Anna: Interessante Frage, nur Touris kaufen in der Stadt ein. Habt ihr überhaupt einen H&M?

Nina: Sogar drei. Aber wir haben keinen Bock auf diesen H&M-Einheitsbrei. Wir haben zwar weniger Läden, dafür einen wunderbar einzigartigen Einzelhandel, der in Augsburg durch Initiativen und Pop-Up-Store-Konzepte gepusht wird. Bäm!

#04 Was ihr für das Semesterticket zahlen müsst, ist ja abartig.

Anna: Dafür kann man in München als Radler auch gut drauf verzichten. Zumindest im Sommer. Im Winter ist es etwas arg. Ach, lass mich in Ruhe.

Nina: Tja, da fällt dir jetzt wohl nichts mehr ein. Wir zahlen 100 Euro im Semester und können uns im Winter im warmen Bus rumkutschieren lassen. Hach, ist das schön.

#05 Ist es eigentlich nicht total unbequem, ständig im Dirndl rumzulaufen?

Anna: Gut, dass du fragst. Ich müsste mal herausfinden, wo ich meins hingetan habe…

Nina: Lügnerin.

#06 Wie fühlt es sich an, wenn man zur Wiesn-Zeit ständig von Besoffenen umgeben ist, die auch noch die U-Bahnen vollkotzen?

Anna: Wie gesagt: Wer radelt, ist klar im Vorteil. Ansonsten häng ich seltenst in der Nähe vom Oktoberfest ab, sodass ich das gar nicht mitbekomme. Ha!

Nina: Hat ja nicht jeder das Glück. Zugegebenermaßen haben wir den Plärrer – das Oktoberfest für Arme.

#07 Warum seid ihr Münchner eigentlich so arrogant?

Anna: Gegenfrage: Warum haben alle anderen so ein niedriges Selbstwertgefühl, dass sie meinen, München immer schlecht machen zu müssen?

Nina: Wir haben kein geringes Selbstwertgefühl. Wir sind nur bescheiden.

#08 Ihr bildet euch schon voll was auf euren Dialekt ein, stimmt’s?

Anna: Ja, verglichen mit dem wohl unattraktivsten Bauern-Slang namens Augsburgerisch, klingt Bayerisch wie Musik in den Ohren.

Nina: I wois echt net wovon du sprichsch.

Vorurteile über Vorurteile. Egal ob über Oberbayer, Schwabe oder sonst was. Man sollte sich einfach nicht zu ernst nehmen. Stereotypen sind nun mal Stereotypen und lassen sich nicht so leicht aus den Köpfen der Menschen radieren. Dennoch kann man die ganze Geschichte auch einfach mit Humor sehen.

Im Grunde sind wir doch alle nur junge Menschen, die in verschiedenen Städten leben und mit gewissen Vorurteilen leben müssen. Nur manche von uns wohnen halt in der besseren Stadt – kleiner Spaß. In diesem Sinne, lieben Dank an meine Lieblings-Münchnerin Anna für dieses äußerst amüsante Gespräch!

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